Was ist (Kinder-)Osteopathie

Osteopathie ist eine ganzheitliche Sichtweise der Medizin, welche der Diagnose und Behandlung von Bewegungsstörungen dient. Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, entstehen aus Sicht der Osteopathie zunächst Gewebespannungen und darauf folgend Funktionsstörungen. Die Summe dieser Fehlfunktionen kann der Organismus nicht mehr kompensieren – es entstehen Beschwerden.

Ziel der Osteopathie ist die Wiederherstellung der körperlichen Funktionsfähigkeit durch die manuelle Behandlung von Bewegungsverlusten bzw. Blockaden, welche eine Krankheit herbeiführen, begünstigen oder aufrechterhalten. Die osteopathische Behandlung bringt den Organismus wieder ins Gleichgewicht, damit er in der Lage ist, sich selbst zu heilen.

Zur besseren Veranschaulichung unterteilt man die Osteopathie in drei Bereiche:

  • Die Parietale Therapie
    Behandlung des Bewegungsapparates
  • Die Viszerale Therapie
    Behandlung von den inneren Organen
  • Die Craniosacrale Therapie
    Behandlung von Schädel – Gehirn – Wirbelsäule – Rückenmark - Faszien

In der Behandlung selbst wird der Patient aber immer in seiner Gesamtheit betrachtet. Nicht die Behandlung einzelner Symptome steht im Vordergrund, sondern das Aufspüren und Behandeln der Ursachen der Beschwerden.

Eine osteopathische Behandlung dauert ca. 50 Minuten. Der Körper kann etwa zwei bis drei Wochen lang auf eine osteopathische Behandlung reagieren, so dass eine erneute Behandlung meist erst nach dieser Zeit sinnvoll ist.

Welche Beschwerden behandelt der Osteopath?

Meist wird der Osteopath bei Rücken-, Nacken-, oder Kopfschmerzen aufgesucht. Ebenso fühlen sich aber auch Patienten mit andere Beschwerden beim Osteopathen gut geborgen, soweit sie eine mechanische Ursache haben.

Hier einige Beispiele zu verschiedenen Problemen, mit welchen Patienten zu uns kommen:

  • Erkrankungen im Bereich des Bewegungsapparates:
    Rückenbeschwerden, Hexenschuss, Ischiasbeschwerden, Schleudertrauma, …
  • Erkrankungen im internistischen Bereich:
    Verdauungsprobleme, Sodbrennen, Organsenkung, Operationsfolgen wie Narben und Verwachsungen,
  • Beschwerden nach Unfällen oder Operationen
  • im Bereich des Kopfes:
    Kopfschmerzen, Kiefergelenksprobleme, Migräne, Tinnitus, Schwindel, Nasennebenhöhlenentzündung, chronische Mittelohrentzündung, …
  • Erkrankungen im gynäkologischen Bereich:
    Menstruationsbeschwerden, Beschwerden nach der Entbindung, unerfüllter Kinderwunsch, …
  • Hormonelle Probleme, Stimmungsschwankungen, …
  • Osteopathie für Säuglinge und Kinder:
    "KISS Syndrom", Schlafstörungen, Schiefhals, einseitige Kopfhaltung, Skoliose, Schreibabys, Spuckkinder, ADS und ADHS.

Die osteopathische Behandlung hat zum Ziel, bei den hier beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete zu helfen. Dabei haben wir uns sowohl auf die Behandlung von Säuglingen, (Klein-)Kindern und auch Erwachsene spezialisiert.

Ein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung können und dürfen wir hier nicht geben. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der Osteopathie selbst.

Nicht für jeden hier dargestellten Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen in Form von evidenzbasierten Studien, die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit - gerade für den juristisch geübten Leser - belegen.

Grenzen der Osteopathie

Im Rahmen unserer Sorgfaltspflicht als Osteopathen & Heilpraktiker klären wir unsere Patienten umfassend auf und entscheiden, ob die Osteopathie als Behandlungsform in Frage kommt und/oder ggf. eine fachärztliche Abklärung erfolgen sollte. Die Osteopathie versteht sich als sogenannte Komplementärmedizin, also eine sinnvolle Ergänzung der Schulmedizin.

Akute lebensbedrohliche Notfallsituationen und Tumorerkrankungen gehören nicht (primär) zum Tätigkeitsbereich des Osteopathen. Im Rahmen einer Krebsbehandlung strebt die Osteopathie dennoch als begleitende Maßnahme an, Linderung zu schaffen und den Allgemeinzustand zu verbessern.

Krankenkassenleistungen für Osteopathie

Zahlreiche gesetzliche Krankenkassen erstatten einen (großen) Teil der Kosten für Osteopathie. Die entsprechenden Voraussetzungen eines hohen Qualitätsstandards erfüllen wir, so dass wir durch eine Vielzahl der gesetzlichen Krankenversicherungen anerkannt wurden.

Ob und inwieweit ihre gesetzliche Krankenkasse dazu gehört, können Sie unter der Rubrik „Kostenerstattung“ unseres Berufsverbandes Osteopathie e.V. (https://bv-osteopathie.eu/fuer-therapeuten/kostenerstattung-osteopathie/) nachlesen.

Private Krankenversicherungen und Beihilfen erstatten unsere Behandlungen als Heilpraktikerleistungen nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH). Bei den privaten Krankenversicherungen ist dies abhängig vom gewählten Tarif. Fragen Sie deshalb bitte im Zweifel Ihren Versicherer. Haben Sie eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung abgeschlossen, übernimmt diese im Rahmen des vereinbarten Tarifs ebenso die Kosten für die osteopathische Behandlung.